Über Hübingen

Die früheste schriftliche Nachricht über Hübingen beinhaltet eine Urkunde aus dem Jahre 1347, die sich im Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden befindet. Es handelt es sich um einen Lehensvertrag für einen landwirtschaftlichen Hof in Horhausen, der am 19. August 1347 zwischen den Eheleuten Friedrich und Aleydt von Hübingen und dem Abt des Klosters Arnstein, Wilhelm und sein Konvent, geschlossen wurde. Im Jahre 1997 feierte die Gemeinde ihr 650 jähriges Bestehen.

 

Hübingen als „Staatlich anerkannte Erholungsgemeinde“ ist eine der drei Gemeinden des Buchfinkenlandes, einer landschaftlich besonders reizvolle Region im südlichen Teil des Westerwaldkreise der zum Naturpark Nassau gehört. In direkter Nachbarschaft zu den Gemeinden Hübingen, Gackenbach und Horbach im Buchfinkenland liegt der Rheinlahn-Kreis mit den geschichtsträchtigen Städten Bad Ems und Nassau an der Lahn. Der Buchfink ist in allen drei Gemeinden des Buchfinkenlandes zuhause; nicht nur in den Wäldern, sondern auch in den Wappen der Buchfinkenlandgemeinden. Seit 2007 ziert ein von Brigitte Butzchen, einer Künstlerin aus Hübingen, in Sandstein gehauener Buchfink die große Blumeninsel in der Ortsmitte.

 

Warum nennt man die Einwohner des Buchfinkenlandes Buchfinken? Eine Frage, für die aus der Überlieferung zwei Erklärungen Aufschluss geben. Zum einen sagt man, dass die Einwohner aus dieser Region vor langer Zeit auf dem Weg zu ihren Arbeitsstätten in die umliegenden Bergwerke und Städte immer singend und pfeifend wie Buchfinken anzutreffen waren. Was für diese Überlieferung spricht, ist die Liebe zum Gesang im Buchfinkenland, die seit Generationen vordergründig von den traditionellen Männerchören im Buchfinkenland gepflegt wird und heute Unterstützung vom Kirchenchor, dem Kinder- und Jugendchor Buchfinkenland und weiteren Gesangsruppen erhält. Eine andere Erklärung setzt auf die vielen leibhaftigen gefiederten Buchfinken in den weit reichenden Wäldern des Buchfinkenlandes, die dieser liebenswerten Region und damit auch deren Bewohnern ihren Namen gegeben haben sollen.

 

Heute ist Hübingen eine Gemeinde mit rund 550 Einwohnern (Stand 2010), die zur Verbandsgemeinde Montabaur zählt. Die Gemeindefläche umfasst 355,74 ha, davon sind rund 185 ha Wald. Der höchste Punkt der Gemeinde liegt auf dem Buchenberg oberhalb des Familienferiendorfes mit 425,45 m ü. NN; der tiefste Punkt an der alten Silberschmelze an der Straße nach Gackenbach-Dies mit 190 m ü. NN. Das Ortsbild wird von der im Jahre 1808 erbauten und in den Jahren 1956 und 1994 renovierten Wendelinuskapelle in der Ortsmitte geprägt. Eine Reihe stilvoll renovierter und zum Teil unter Denkmalschutz stehender Fachwerkhäuser erinnern an die lange Geschichte, schaffen Atmosphäre und geben der Gemeinde ihren dörflichen Charakter. Ein Blickfang an der Straße nach Welschneudorf ist das „Heiligenhäuschen“, eine kleines Feldkapellchen und Ehrenmal, das 1883 erbaut wurde. Die ebenfalls 1883 an dieser Stelle gepflanzten Linden mussten 2006 gefällt werden. Zwei von Hübinger Bürgern gespendete junge Linden zieren seit dieser Zeit dieses Wahrzeichen der Gemeinde. Die gute Stube der Gemeinde ist die Ende der siebziger Jahre erbaute und in den Jahren 2000/2001 erweiterte „Buchfinkenlandhalle“, in die man die 1951 erbaute Volkschule integrierte.

 

Die Ortsgemeinde Hübingen ist Preisträger im Wettbewerb des Landes Rheinland-Pfalz „Kinder- und jugendfreundliche Dorferneuerung“ in den Jahren 2003 und 2005.

 

Zahlen und Fakten

 

Bundesland:                  Rheinland-Pfalz

Landkreis:                      Westerwaldkreis

Verbandsgemeinde:     Montabaur

Höhe:                              190 - 425  m ü. NN

Fläche:                            3,56 km²

Einwohner:                    530 (04.2014)

Bevölkerungsdichte:     156 Einwohner je km²

Postleitzahl:                    56412

Tel.-Vorwahl:                 06439

KFZ-Kennzeichen:        WW

Gemeindeschlüssel:      07 1 43 036

 

Adresse der Verbandsgemeindeverwaltung:

Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur

 

Adresse der Kreisverwaltung:

Peter-Altmeier-Platz 1
56410 Montabaur

 

Wappen

Am 17.09.1992 hat sich der Ortsgemeinderat für die Schaffung
eines Gemeindewappens ausgesprochen und den Wappenentwurf
für die Einleitung eines Wappen- und Flaggengenehmigungsverfahrens
verabschiedet. Die Entwürfe stammten von Jörg Harle´ aus Hübingen.
Am 02.11.1992 erfolgte nach Abstimmung mit dem Landeshauptarchiv
in Koblenz der Antrag auf Genehmigung bei der Kreisverwaltung des
Westerwaldkreises in Montabaur. Am 12.11.1992 genehmigte die
Kreisverwaltung die Führung des Wappens und der Gemeindeflagge
mit Wappen.

 

Wappenbeschreibung

Gespalten von Silber und Grün, unten begleitet von einem in Rot und Gold gehaltenen durchgehenden Wellenbalken; vorne in Silber ein roter dreiblättriger Lindenzweig, begleitet unten von einer roten Garbe; hinten in Grün ein goldener dreiblättriger Lindenzweig, begleitet unten von einem goldenen Buchfink.

 

Wappensymbolik

Die zwei Lindenzweige deuten auf den Schutzpatron der Gemeinde, den Heiligen Wendelinus, hin. Die heute unter Naturschutz stehenden Linden, die das über dem Dorf befindlichen Kapellchen umrahmen, wurden sinnvollerweise im letzten Jahrhundert in St. Wendel (Saarland), der letzten Ruhestätte des Heiligen Wendelinus, erworben. Die Garbe weist auf die einzige wirtschaftliche Ressource der Gemeinde über Jahrhunderte hin: die Landwirtschaft. Der Buchfink bezieht sich auf die Lage Hübingens in der Kleinlandschaft „Buchfinkenland“ über dem Gelbachtal zwischen Montabaur und der Lahn. Begleitet wird das Wappen unten von einem farblich halbierten Wellenbalken, der die in der Gemarkung Hübingen fließenden und den Ort einrahmenden Nebenbäche der Gelbach (Dieserbach und Hohentalbach) darstellt.

Anmerkung: Die unter Wappensymbolik aufgeführten Linden am Kapellchen oberhalb des Dorfes mussten 2006 wegen Stammfäule gefällt werden. Zwei junge Linden wurden an gleicher Stelle gepflanzt. Einige Hübinger Familien haben gemeinsam mit der Ortsgemeinde die Finanzierung übernommen.

Die Farben Weiß und Rot deuten auf die fast 800jährige Zugehörigkeit Hübingens zu Kurtrier hin. Die Farbe Grün bezieht sich auf den Waldreichtum der Gemeinde.

Flagge

Banner und Hängeflagge mit zwei gleich breiten getrennten, senkrechten Streifen, links in rot, rechts in gelb. In der Mitte wird die Flagge mit dem Wappen der Ortsgemeinde belegt.

 

Hübingen in Wort und Bild

Chronik der Elementarschule Hübingen 1760 – 1972
Herausgeber: Ortsgemeinde Hübingen in Zusammenarbeit mit Armin Kolb und Alfred Krumm
Satz und Druck: Druckerei & Verlag Arfeller GmbH, Montabaur
1. Auflage 2008 ISBN 978-3-9810235-0-3

Die Chronik ist bei der Ortsgemeinde Hübingen zum Preis von 15 € erhältlich. Weitere Informationen siehe auch unter Aktuelles, Presseveröffentlichungen und in der Fotogalerie.

Woher sollen unsere Kinder und Enkelkinder wissen, wie unsere Eltern, Großeltern und wir gelebt haben, wenn wir es ihnen nicht mitteilen?

Aus dem Vorwort des Hübinger Erlebnisbuches "Und immer wieder Kartoffeln" aus dem Jahre 1995. Herausgeber: Armin Kolb und Jörg Harlé, ISBN 3-00-000313-4 (Das Buch ist zurzeit leider vergriffen)

Kontakt

Ortsbürgermeister

Thomas Sanner-Brohl
Schulstr. 20
56412 Hübingen

T 06439 901784

 

gemeinde@huebingen.de

www.huebingen.de

 

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